Kristan v. Waldenfels

Mitglied des Bayerischen Landtags

Mareike Hartmann

Seit meiner Kindheit gehört die Pfingsttagung Bobengrün zu den Höhepunkten des Jahres. Ob als Teilnehmer oder als Mithelfer – ich war fast immer dabei.

Was ist der Sinn unseres Lebens? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Warum gibt es überhaupt etwas und „nicht vielmehr nichts“ (wie ein deutscher Philosoph einmal geschrieben hat)? Auf die sogenannten großen Fragen des Daseins findet jeder Mensch seine eigene Antwort. Für mich ganz persönlich besteht diese Antwort im christlichen Glauben.

Das ist der eine Grund, warum ich so gerne bei der Pfingsttagung dabei bin. Der andere Grund ist, dass ich dort vielen bemerkenswerten Menschen begegne. Einen möchte ich Ihnen hier vorstellen. – Teil 42 meiner Begegnungen im Hofer Land.

Mareike Hartmann ist 34 Jahre alt und wohnt in Selbitz. Sie hat Lebensmittel-Management studiert und ist Qualitätsmanagerin der Metzgerei Schiller in Hof. Bei der Pfingsttagung hilft sie seit 20 Jahren mit. Inzwischen leitet sie dort zusammen mit Armin Gaube die Küche. Viel Vorbereitung ist notwendig. Dafür nimmt sie sich jedes Jahr extra eine Woche Urlaub.

Damit auch alles gut schmeckt, hat Mareike die Rezepte gemeinsam mit Armin Gaube vorgekocht und im Helferkreis vorkosten lassen.

70 Personen, die bei der Verpflegung mithelfen, 4000 Portionen Suppe, 1500 Liter Kaffee und Tee, 10.000 Pfingstwecken: Das sind, aus Küchen-Sicht, die Eckdaten der Pfingsttagung.

„Mir sind in Bezug auf das Christentum vor allem zwischenmenschliche Werte wichtig: Gemeinschaft, Zusammenhalt, Akzeptanz“, sagt Mareike. In Bezug auf die Politik hingegen wünscht sie sich vor allem Ent-Bürokratisierung.

Meine Aufgabe bestand hauptsächlich darin, mit dafür zu sorgen, dass in den riesigen Töpfen nichts anbrennt. Ich hoffe, ich war ein guter Topf-Umrührer!

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