Kristan v. Waldenfels

Mitglied des Bayerischen Landtags

Polizei-Inspektion Hof

„Es gibt Nächte, da passiert wenig. In anderen ist die Hölle los.“ – Teil 38 meiner Begegnungen im Hofer Land.

Erneut die Polizeiinspektion Hof (siehe Begegnung Nr. 8): Schichtbeginn ist um 19 Uhr 30. Vorne im Wagen zwei Polizeibeamte. Die Namen? Soll ich nicht nennen. Ebensowenig, wie ich die Gesichter zeigen soll. Die Bedrohungslage für Sicherheitskräfte hat sich in den letzten Jahren verschärft. Auch deshalb hat die bayerische Staatsregierung die Mittel für die Polizei stark erhöht.

Erster Einsatz: Wittelsbacher Park. Randalierer.
Zweiter Einsatz: Wieder der Park. Dieselben Beteiligten.

Dritter Einsatz: Schlägerei am Untreusee. Das Herannahen der Polizei – Blaulicht, Martinshorn – sorgt offenbar für schnelle Befriedung. Niemand will etwas gesehen haben. Niemand will Anzeige erstatten.

„Es gibt Nächte, das passiert wenig. In anderen ist die Hölle los“, sagen mir die beiden Beamten. Heute ist eine der ruhigeren Nächte.

Ein großes Problem ist die stark zunehmende Messergewalt. Zur Eigensicherung müssten die Beamten einen Sicherheitsabstand von acht Metern einhalten können. Nur dann bliebe genug Zeit, sich bei einem Messerangriff mit der Dienstwaffe zu schützen.

Kurz nach Mitternacht ziehe ich die Warnweste wieder aus.

Danke an die beiden Beamten, sowie der Polizeiinspektion Hof, für diesen wertvollen Einblick.

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